Haut- und Laserzentrum Freising

Neuroimmundermatologie / Dermatoendokrinologie

Die Haut ist der Spiegel der Seele (lKurzen/Aktuelle Dermatologie 2005), dieser Satz ist eine Volksweisheit, die in den letzten Jahren wissenschaftlich untermauert wurde. Als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Dermato-Endokrinologie (www.Adf-online.de) (2007/2008) hat Prof. Kurzen aktiv hieran mitgewirkt.

Neuroimmunologie: Faszinierend ist in unseren Augen insbesondere die Ausstattung der Haut mit Neurotransmittern (Botenstoffen, die typischerweise im Gehirn vorkommen) und Hormonen (Kurzen, Hautarzt 2004). Aus der Forschungsarbeit von Prof. Kurzen entspringen auch ganz praktische Konsequenzen: durch die Beschäftigung mit dem „Neurotransmitter" Acetylcholin und seinen Rezeptoren (Nikotin- und Muskarin Rezeptoren), die beide auch in der Haut, den Gefäßen und dem Immunsystem vorkommen, konnte Prof. Kurzen den Einfluss von z.B. Nikotin und damit dem Rauchen auf bestimmte Hauterkrankungen (Akne inversa, Psoriasis pustulosa, Handekzeme, Urtikaria) erklären.

Die feingewebliche Struktur der Haut in Gesundheit und Krankheit ist eine Funktion der sich darin abspielenden Vorgänge. Schon immer faszinierten Forscher die Möglichkeiten von Form auf Funktion zu schliessen (und umgekehrt). Die profunde Beschäftigung mit der Dermatohistopathologie, also der mikroskopischen Analyse von Hauterkrankungen führt zu einem besseren Verständnis der Hauterkrankung an sich. Dies gilt sowohl für die Tumorerkrankungen, als auch für entzündliche Hauterkrankungen wie z.B. die Schuppenflechte. Strukturproteine wie Desmosomen oder Zytokeratine dienen in der Krebsforschung als Marker für bestimmte Eigenschaften. Ihre Biologie ist grundlegend an der Entstehung unterschiedlicher Erkrankungen wie z.B. Pemphigus vulgaris oder erblicher Verhornungsstörungen beteiligt.